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«Transparency» von Anna Konik - VideoscreeningScreening von Anna Koniks Video-Arbeit «Transparency»
In «Transparency» lässt Anna Konik alte Menschen und ihre Erinnerungen auf sich selbst treffen. Verdoppelung und Spiegelung, Synchronizität und Auseinanderdriften der Bild- und Erzählebende sind meisterhaft eingesetzte künstlerische Mittel, welche der Arbeit melancholische Tiefe wie visuelle Faszination verleihen.
Man könnnte von Versuchen sprechen, die Anna Konik unternimmt, um das Wesen endgültiger Zustände zu ergründen, die Bestätigung dafür finden wir in den Lebenserinnerungen älterer Menschen, für die alles, was gewesen ist, unendlich und wichtiger erscheint, als das, was noch geschehen könnte. Anna Konik zeigt sehr glaubwürdig die Unterschiede zwischen einer Kopie und der Wirklichkeit der erlebten Erinnerung. Anna Konik möchte den Zuschauer nicht in die ruhige und durch brüchige Bindungen kaum zusammengehaltene Welt dieser Menschen eindringen lassen. Sie lässt zu, dass diese Welt in ihr und unser Bewusstsein unter Einhaltung der Würde einer Existenz einfliesst. (Wojciech Krukowski)
Die aus Polen stammende Video-Künstlerin Anna Konik ist gegenwärtig Atelier-Stipendiatin bei der Zuger Kulturstiftung Landis&Gyr. Ihre Arbeiten wurden international gezeigt, u.a. im National Centre for Contemporary Art in Moskau (2006); im Schloss Solitude in Stuttgart (2004) ; im öffentlichen Raum in Berlin (2003); am Kleist-Festival in Frankfurt (Oder) (2002).