Die Kurzfilmtage haben sich im Verlauf von mehr als fünf Jahrzehnten zu einer der angesehensten Filmveranstaltungen der Welt entwickelt - ein Ort, wo FilmemacherInnen und KünstlerInnen wie Martin Scorsese, George Lucas, David Lynch, Alexander Kluge oder Werner Herzog, in jüngerer Zeit Ulrike Ottinger, Romuald Karmakar, Pipilotti Rist, Jean-Pierre Jeunet oder François Ozon ihre ersten Filme präsentiert haben.
Bis in die Gegenwart hinein konnten die Kurzfilmtage immer wieder Filmemacher auf den Weg bringen und Trends setzen - sei es die frühe Anerkennung von Videos, die Beschäftigung mit Musikvideos, die Reflektion neuer digitaler Formate oder die Offenheit für die Interaktionen zwischen Kunst und kurzer Form. Durch ihre unkonventionelle Sicht des Kurzfilms entzogen die Kurzfilmtage sich immer mit großem Erfolg einer Festlegung auf ein bestimmtes Image, obschon durch das Festival viele politische und ästhetische Entwicklungen angestoßen wurden, wie etwa durch das Oberhausener Manifest, dem vielleicht wichtigsten Gruppendokument des deutschen Films. Durch sorgfältige Programmgestaltung und zukunftsweisende Themenwahl konnten die Kurzfilmtage ihre bemerkenswerte Alleinstellung in einem immer unüberschaubarer werdenden Markt ausbauen.
Darüber hinaus konnten die Kurzfilmtage in Kooperation mit ihren Medienpartnern, ARTE, 3sat, Ki.Ka und INTRO dem Kurzfilm neue Zuschauerschichten erschließen. ARTE und 3sat kooperieren für ihre Kurzfilmprogramme seit Jahren mit den Kurzfilmtagen, MTV strahlte im Jahr 2001 insgesamt 25 Kurzfilme aus Programmen der Kurzfilmtage.
2005 wurden die MuVi-Beiträge das fünfte Mal zur Publikumsabstimmung online gestellt. In Kooperation mit INTRO gingen über 3.500 Votings aus aller Welt ein.
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