Wie die Museumsfee «ganz halb Basel» verführt
Von Benjamin Herzog
Basel ist nicht Ballenberg. Hier am Rhein haben die Museen Dächer. Zum Glück. Denn es nieselt an dieser freitäglichen Museumsnacht, auch der kalte Wind pfeift, und wir sehnen uns nach Helligkeit und Wärme. (...)
(...) Manchmal verkünden die Bildschirme, der Computer habe «Network Problems». Das kanns geben, vor allem jetzt, wenn halb Basel auf die Bildschirme schaut. Hier im «plug.in», im St.-Alban Tal. Halb Basel? Es ist 19 Uhr, und die Leute stehen sich noch bei weitem nicht auf den Füssen herum. Das ist angenehm, und man hat so noch die Möglichkeit, ein Stichwort in Beat Brogles Installation «onewordmovie» einzutöggeln. «Madonna» zum Beispiel. Der Computer sucht dann Bilder im Netz und macht daraus ein flimmerndes Filmchen. Die Popdiva, Schubert, Palästina, Basel - aus allem lässt sich ein Film machen. Ausser aus «Raik». Was ist das, frage ich? Ein Vorname. «Network Problems». Der Bildschirm bleibt unbelebt. Das Paar lässt mich aber nicht an den Computer. So gehe ich eben in den Keller, um mir ein paar «Cyber-Rosinen» vorführen zu lassen. Zum Beispiel Emanuelle Antilles «Angels Camp», eine Träumerei in den Cyber-Wolken. Seelenruhig lässt uns die Präsentatorin kostbare Museumsnachtminuten auf die Leinwand schauen. (...)
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