Die Förderung der Neuen Medien wird neu überdacht
Die Christoph Merian Stiftung hat nach vier Auflagen des Festivals für Film, Video und neue Medien genug: Die Mittel zur Förderung neuer Medien werden anderweitig investiert.
1,6 Millionen Franken in sechs Jahren sind genug, hat die Christoph Merian Stiftung (CMS) entschieden und auf Ende 2005 ihr finanzielles Engagement bei der Finanzierung des Internationalen Festivals für Film, Video und neue Medien (Viper) gekündigt. Der Rückzug der CMS, die wie der Kanton Basel-Stadt immerhin ein Sechstel des Budgets abdeckte, ist kein Hüftschuss, sondern wurde von langer Hand mit dem Standortkanton Basel-Stadt abgesprochen.
Seit der damalige Kulturbeauftragte Andreas Spillmann die Viper vor vier Jahren von Luzern nach Basel holte, ebbt die Kritik an der mangelnden Popularität und Verankerung des Festivals am Rheinknie nicht ab. Auch dem Leitungs-Duo Annika Blunk und Rebecca Picht, das diesen November zum zweiten Mal für das Festival verantwortlich zeichnet, ist es bisher nicht gelungen, die Geldgeber zufrieden zu stellen. Mit einer «anderen Sprache und besserer Kommunikation» hätte die Viper mehr Publikum anlocken können, sagt Walter Brack, Verantwortlicher für die städtischen Aufgaben der CMS, im baz-Interview. Auch wenn sich in den nächsten zwei Jahren die Viper-Philosophie ändern sollte: Am Ausstiegsentscheid werde nicht gerüttelt.
Generell überdacht wird dagegen der Einsatz öffentlicher Fördermittel imBereich Medienkunst. Bis Ende Jahr soll eine externe Machbarkeitsstudie vorliegen, die Vorschläge für eine bessere Vernetzung der unterstützten Akteure enthält.
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